Zeitinvarianz

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Zeitinvarianz

Von Zeitinvarianz spricht man, wenn das System seine Eigenschaften nicht zeitlich ändert. Eine bestimmte Verzögerung
k_0
des Eingangssignal führt also im Ausgang zu einem um die selbe Zeit
k_0
verzögerten Ausgangssignal. Mathematisch ausgedrückt durch

y(k) = f\{x(k)\} \space \space \space \to y(k-k_0) = f\{x(k-k_0)\}


mit
k_0
als Angabe der diskreten Verzögerungszeit.
Beispiel: Gegeben sind die beiden Systeme
y(k) = 2x(k)
und
y(k) = x(2k)
. Sind die Systeme zeitinvariant oder nicht?

Der Test erfolgt zum einen über die zeitliche Verschiebung des Eingangssignals
x(k)
. Es ergibt sich ein neues Eingangssignal
x(k-k_0)
. Für dieses neue Eingangssignal ist der Ausgang
y(k) = 2x(k-k_0)
. Zum anderen muss das Ausgangssignal des Originaleingangssignals verschoben werden. Es ergibt sich zunächst für den Ausgang
y(k) = 2x(k)
. Dieses Signal wird jetzt um
k_0
verschoben (Variablensubstitution
k^\prime = k-k_0
). Der Ausgang ist also
y(k^\prime) = y(k - k_0) = 2x(k - k_0)
. Das System ist zeit-invariant.

Beim zweiten System ergibt sich am Ausgang durch die Verschiebung des Eingangssignals
y(k) = x(2k - k_0)
. Betrachtet man aber den um
k_0
verschobenen Ausgang, ergibt sich durch die Variablensubstitution
y(k-k_0) = x(2k - 2k_0)
. Dieses System ist also zeitvariant.